verschiedene Systeme

Ja, sogar sehr stark.

Bei manchen Herstellern muss selbst die kleinste Kleinigkeit im Werk repariert werden, auch die Wartezeiten unterscheiden sich von Tagen zu Monaten bei verschiedenen Herstellern.

Es ist auch eine wichtige Frage, ob es den Hersteller überhaut noch gibt oder ob nur der gute Name noch existiert und es keinen Service mehr gibt. Hier ist ein Beispiel VR-Technologies, die Firma gibt es nicht mehr und dennoch werden die VR3- bzw VRx-Tauchkomputer nach wie vor für teures Geld gebraucht verkauft. 

Auch unterscheiden sich die Hersteller bei Neu-Entwicklungen und Nachrüsten alter Geräte mit den Neuentwicklungen:

Bei rEvo war es immer so, dass wesentliche Neuentwicklungen auch an Geräten älterer Bauart nachgerüstet werden können. Auch die ältesten rEvo's können auf den ganz aktuellen Stand nachgerüstet werden. Ob dies - je nach Stand - kaufmännisch sinnvoll ist, das kann der Eigentümmer jeweils selbst entscheiden. Dies ist auch immer so gelöst, dass bei nachgerüsteten rEvo's die CE-Konformitätsbescheinigung erhalten bleibt. 

Im Falle von rEvo's ist auch die Reparatur-Problematik sehr simpel gelöst:

Das Austauschen nahezu aller Teile (Ausnahmen betreffen nur wenige Spezialteile) und vor allem jedes einzelnen Elektronik-Moduls ist vom Taucher recht einfach selbst zu machen: rEvo verwendet ein Modulsystem. Alle Module sind leicht zugänglich und können mit wenigen Handgriffen und ohne Spezialwerkzeug leicht selbst gewechselt werden, das zu lernen ist auch Bestandteil des normalen Kurses.

Beim grundsätzlichen Nach- bzw. Umrüsten auf das digitale DiveCan-Bus-System oder auch beim Nachrüsten von rMS (bei rEvo) sind viele Teile mit einem finanziellem Aufwand zu wechseln, dass man sich fragen muss, ob das dann wirklich noch wirtschaftlich ist.

Die Ära der (p)SCR ist vorbei. Bis auf ganz wenige besondere (extreme) Situationen hat diese Technik ausgedient. Die Technik ist robust, bringt verschlechterte Deko und die üblichen Geräte sind extrem schwer. Üblich sind Doppel12, Doppel15 und Doppel20, dazu noch der Kalk-Behälter.

Ein CCR, egal welcher Bauart, ob mCCr, KISS, eCCR oder hCCR, benötigen immer Elektronik. 

Wenn ich aber schon Elektronik benötige, dann kann ich die doch ohne Weiteres auch den Partialdruck regeln lassen. Damit mache ich den Sprung vom mCCR zum eCCR ohne wesentlichen Mehraufwand und vor allem ohne Einbuße von Sicherheit. Als Bauteil kommt nur noch ein Magnetventil dazu.

Ich verstehe die Argumentation nicht, dass man einerseits grundsätzlich der Elektronik nicht traut. Daher einen extrem einfach aufgebauten CCR nach dem KISS-Prinzip taucht, der eben immer doch Elektronik benötigt. Selbst die einfachste Elektronik ist genau so überlebenswichtig, wie beim eCCR oder hCCR.

Ein mCCR oder KISS wird immer einen schwankenden Partialdruck im Loop haben. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ein Taucher diese Abweichungen abschätzen oder berechnen kann: Ein Tauchcomputer integriert für 16 verschiedene Kompartimente über die Halbwertszeit, den Umgebungsdruck und den Partialdruck. So errechnet der Computer die Deko-Stufen. Das will man "schätzen" ?

Als Abhilfe schließt man dann gerne an so ein einfaches KISS-System wieder einen Tauchcomputer und Partialdruck-Anzeigen an und misst den O2-Partialdruck mit dem Deko-Rechner. Das gibt die nötige Genauigkeit. Dadurch habe ich aber wieder die Kopplung, der man andererseits nicht vertraut. Darin sehe ich (wieder einmal)  einen Widerspruch.

Nach 15 Jahren der Entwicklung und technischen Fortschritt ist die Elektronik auf einem extrem hohen Sicherheitsniveau angelangt. Probleme mit der Elektronik oder Elektronik-Ausfälle während der Tauchgänge sind extrem selten. 

Der Erfolg der e/hCCR in den letzten Jahren zeigt genau diese Entwicklung:

Ein modernes hCCR hat einen Ausrüstungsstand, dass ich selbst beim totalen Ausfall der Elektronik Backup-Systeme habe, um im mCCR Modus weiter zu tauchen. In diesem Fall ist das nicht einmal ein Grund, den Tauchgang abzubrechen.

Sollte ich mich als Taucher aus irgendwelchen Gründen anders entscheiden, dann muss das Gerät den SCR-Modus mit den gleichen Handgriffen wie im hCCR-Modus ganz einfach ermöglichen.

SCR (Semi Closed Rebreather) halb-geschlossene Kreislauftauchgeräte waren die erste Art der Kreislaufgeräte für den Sportbereich.

Die Geräte waren ursprünglich so gebaut, dass ein Betrieb ohne jede Elektronik möglich war. Das macht dann auch so einen Sinn.

Die Geräte haben meist nur 1 Flasche und das Gas wird kontinuierlich in den Loop gegeben. Es muss auch kontinuierlich Gas aus dem Loop an das Wasser abgegeben werden. So wird jeder Atemzug wiederholt genutzt und nur ein Teil ausgetauscht. Es gibt verschiedene Arten, das zu erreichen : Aktive und passive SCR.

Es stellt sich ein Gemisch im Loop ein, das stabil ist und berechnet werden kann. Dieses ist jedoch von Taucher zu Taucher und je nach geleisteter Arbeit unterschiedlich. 

Bis auf ganz wenige besondere (extreme) Situationen hat diese Technik nach meiner Anschauung ausgedient.

Dies gilt auch für die "ganz neu" für den Sport-Taucher entwickelten Geräte. Ein Gerät dieser Bauart macht immer Blasen, es ist ja halb-geschlossen. Mit einem (p)SCR ist die Deko immer schlechter(!), als das selbe Gas offen getaucht. Ein pSCR-Taucher muss bei einem 40m Tauchgang immer 2-3 Gaswechsel machen. Ein falsches Gas hat meist tödliche Folgen.

Wo ist der Sinn, frage ich mich, wenn ich ein solch robustes SCR System mit Elektronik ausstatte und dies dann als "sensationelle Neuentwicklung" anpreise, den einzigen Vorteil der Robustheit aufgebe und trotzem den Nachteil der langen Deko-Zeiten habe ?

Ein mCCR ist immer ein voll geschlossenes Kreislauftauchgerät, das ausschließlich und immer manuell durch den Taucher gesteuert wird. In den Loop wird Sauerstoff und ein Verdünnungsgas dossiert. 

Diese Geräte halten in allen Tiefen den Sauerstoff-Partialdruck konstant. Also hat der Taucher immer das für diese Tiefe optimale Gas.

Dazu ist immer Elektronik nötig. Nur so kann man messen, dass das Gas im Loop ein "sicheres" Gas mit bekanntem (konstantem) Sauerstoff-Partialdruck ist. Eben mit diesem konstanten O2-Partialdruck spielt der CCR seine Vorteile aus.

KISS " Keep It Simple Stupid" ist eine Markenbezeichung eines Herstellers für einen sehr rudimentäres mCCR, das wirklich nur das Allernotwendigste hat. Die elektronische Anzeige des Partialdrucks ist auch bei KISS-Systemen im wahrsten Sinne des Wortes überlebenswichtig. 

Der Taucher beobachtet die Sauerstoff-Partialdruck-Anzeige und gibt manuell Sauerstoff oder Verdünnungsgas zu. 

Oft wird in solche Systeme eine Düse für konstanten Sauerstoff-Massenfluss eingebaut, die den Grund-Sauerstoffbedarf des Tauchers liefert. So wird die Gefahr der Hypoxie (Sauerstoff-Mangel) eingeschränkt.

 

Wenn die Elektronik, die ja sowieso zur Anzeige des Sauerstoff-Partialdrucks vorhanden sein muss, mit einem Magnetventil die Sauerstoff-Dosage automatisiert, dann hat man ein eCCR.

Der Vorteil liegt in der hohen Konstanz des Sauerstoff-Partialdrucks, den man so erreichen kann.

Da liegt es nahe, das Gerät mit der Düse aus dem mCCR zusätzlich zum Magnetventil auszustatten. Die Düse liefert den Grund-Sauerstoffbedarf und nur "der Rest" wird vom Magnetventil erledigt. So ist man dann beim hybriden CCR : hCCR

 

 

Diese ganze Diskussion geht nach meiner Meinung sehr oft an der Realität vollkommen vorbei. Meist wird mit Schein-Sicherheiten argumentiert.

Der mit Abstand häufigste Grund für Unvorhergesehenes sind Fehler des Tauchers beim Check des Gerätes vor dem Tauchen.

Also ist die Ausbildung einer der wichtigsten Punkte.

Auch ist es wichtig, das das Gerät und vor allem die Partialdruck-Anzeige entsprechend redundant ausgelegt ist. Was nützt ein zweites System, das seine Werte von den gleichen 3 Sensoren bekommt, wie das Haupt-System? Ein Fehler eines Sensors schlägt natürlich auf beide Systeme durch. Auch hier sehe ich einen Widerspruch und Scheinsicherheit.

Mit der entsprechenden Auslegung von zwei Backup-Partialdruck-Anzeigen als jeweils vollkommen getrenntes System mit eigenem Sauerstoff-Sensor, eigener Batterie und eigener Digitalanzeige ist ein rEvo hCCR in der Expedition Ausführung auf einem Sicherheitslevel, das seinesgleichen sucht. Bei welchem CCR können sonnst 2 elektronische Systeme ausfallen und man hat immer noch eine elektronische Anzeige ?

Ein CCR-Taucher nach seinem CCR-Diver-Kurs sollte so gut geschult sein, dass er seinen CCR bei Problemen unter Wasser entweder als mCCR oder als SCR nutzt. Auch die verschiedenen Szenarien von Störungen können gut geschult werden. Hier liegt die Sicherheit eines gut konzipierten CCR in Verbindung mit einer soliden Ausbildung. Dies kann man jedoch nicht in einen 3 tägigen Schnellkurs erlernen. 

So ist ein hCCR in meiner Anschauung immer viel sicherer als ein SCR, pSCR, mCCR oder eCCR.